Festigkeitsnachweis von technischen Kunststoffbauteilen
Veranstaltungsablauf
1. Seminartag (9:00 - 17:30 Uhr)
2. Seminartag (9:00 - 16:00 Uhr)
Neue Termine und Orte der nächsten Veranstaltung stehen derzeit noch nicht fest.
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Teilnahmegebühr
1.495 € zzgl. ges. Mehrwertsteuer incl. Mittagessen (2x), Abendessen (1x), Pausengetränken, Arbeitsunterlagen und Teilnahmezertifikat
Anreise und Übernachtung sind nicht im Preis enthalten.
Kontakt/inhaltliche Informationen
Dr. Wolfgang Korte
Tel.: +49 2204-306 77 20
event@~@partengineering.com
Referenten
Die Referenten besitzen jeweils über 20 Jahre praktische Erfahrung im Bereich der FEM-Analyse von Kunststoffbauteilen. Sie sind Autoren einschlägiger Fachbücher und -aufsätze und erfahrene Schulungsleiter.
Zum Thema
Kunststoffe können mittlerweile, neben den Metallen, zu den klassischen Konstruktionswerkstoffen gezählt werden. Umso erstaunlicher ist es, dass es bis zum heutigen Tag keine industriellen Regelwerke oder Richtlinien gibt, die darlegen, wie ein rechnerischer Festigkeitsnachweis entsprechender Bauteile erfolgt. Hier hinken die Kunststoffe den Metallen hinterher, wie einige dort bekannte Regelwerke (z. B. FKM-Richtlinie) belegen.
Im Bereich der Materialmodellierung und des Versagensverhaltens von Kunststoffen gibt es zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen - es fehlt jedoch eine strukturierte Aufbereitung und brauchbare Darstellung des bereits vorhandenen Wissens. Die Frage wie Ergebnisse einer FEM-Simulation zu bewerten sind, basiert vielfach mehr auf dem individuellen Erfahrungswissen des Berechnungsingenieurs als auf einer strukturierten Vorgehensweise. Unsicherheiten in der Aussage sind die Folge.
Inhalte
Die folgenden Inhalte werden innerhalb der zweitägigen Veranstaltung behandelt:
Materialbeschreibung
- Materialverhalten und -modelle
- Versagensverhalten und -modelle
- Werkstoff-Versagensgrenzen
Werkstoffdatenbeschaffung
- Prüfverfahren, Werkstoffdatenbanken
- Vorgehensweise bei unzureichender Datenverfügbarkeit
- Datengenerierung, Inter- und Extrapolation, Streuungen
Vereinfachter Festigkeitsnachweis
- auf Basis isotroper linearer oder elasto-plastischer FEM-Analysen
- Behandlung kurzzeitiger, mehrmaliger, langzeitiger, wechselnder Beanspruchung
- teilkristalline, amorphe, kurzfaserverstärkte Kunststoffe
- Kerbspannungskorrekturverfahren
Umfassender Festigkeitsnachweis
- von tabellierten Werkstoffkennwerten zu Bauteil-Werkstoffkennwerten
- lokale Bauteilfestigkeit (Berücksichtigung der Bauteilgeometrie)
- Berücksichtigung von Faserorientierungen (Prozess-Struktur-Kopplung)
- Nachweis und Auslastungsgrade
Zum Seminar
Dem Praktiker wird eine strukturierte Vorgehensweise zum Festigkeitsnachweis von Kunststoffbauteilen vorgestellt, die er im Wesentlichen mit den ihm zur Verfügung stehenden "Bordmitteln" anwenden kann. Effekte aufgrund der Belastungssituation und der Geometrie wie Mehraxialität, Kerben, statische/wechselnde/langzeitige Last und Temperatur werden berücksichtigt. Auch die Werkstoffeigenschaften, wie Anisotropie oder zähes/sprödes Verhalten werden einbezogen. Das erworbene Wissen wird durch begleitende Rechenübungen gefestigt. Das Seminar ist softwareunabhängig. Die vermittelten Konzepte sind nicht an eine spezifische Software gebunden.
Teilnehmerkreis
Technische Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Berechnung, Konstruktion und Entwicklung, die die mechanische Festigkeit von Kunststoffbauteilen bewerten müssen. Ein Produkt- oder Branchenfokus besteht nicht.
Unser Buch zum Thema
Bisherige Teilnehmer sagen
Die in der Veranstaltung vorgestellte Vorgehensweise zum Festigkeitsnachweis von Kunststoffbauteilen findet in unserem Unternehmen bereits erfolgreich Anwendung. Wir haben eine sehr gute Korrelation zwischen berechneter und gemessener Festigkeit für langzeitige und kurzzeitige Belastung bestätigen können.
Unser Mitarbeiter war sehr angetan von der gut strukturierten und kompakten Veranstaltung. Wir haben sehr viel praxisnahes Wissen mitnehmen können.
Das Seminar hat uns in komprimierter Form einen Überblick über den Stand der Technik gegeben. Wir werden einige der vorgestellten Verfahren in unserer CAE-Prozesskette umsetzen.
Der gesamte Auftritt war sehr überzeugend und kompetent. Das Seminar war tatsächlich richtiggehend spannend.