Festigkeitsnachweis von Kunststoffbauteilen – Praxis-Update zur neuen VDI-Richtlinie
Veranstaltungstermin und -ort
Datum: 23. Juni 2026
Légère Hotel Bielefeld
Neumarkt 2
33602 Bielefeld
Uhrzeit: 09:00 - 17:30 Uhr
Teilnahmegebühr
990 € zzgl. ges. Mehrwertsteuer inkl. Mittagessen, Snacks & Getränke, Arbeitsunterlagen und Teilnahmezertifikat
Anreise und Übernachtungskosten sind nicht im Seminarpreis enthalten.
Anmeldeschluss ist der 22.05.2026
Hinweis zur Seminarvorbereitung:
Für eine produktive Teilnahme empfehlen wir, die VDI-Richtlinie 2016 Blatt 1 & 2 während des Seminars zur Hand zu haben.
Im Rahmen der Seminaranmeldung besteht die Möglichkeit, die Richtlinie als Printversion mit einem exklusiven Rabatt von 20 % über unser Anmeldeformular mitzubestellen.
Preis VDI-Richtlinie Blatt 1 & 2: 326,17 € zzgl. ges. MwSt.
Sonderpreis für Seminarteilnehmer: 260,94 € zzgl. ges. MwSt.
Kontakt/inhaltliche Informationen
Ines Hochgürtel
Tel.: +49 2204-306 77 10
event@~@partengineering.com
Referenten
Die Referenten besitzen jeweils über 25 Jahre praktische Erfahrung im Bereich der FEM-Analyse von Kunststoffbauteilen. Sie sind Autoren einschlägiger Fachbücher und -aufsätze und erfahrene Schulungsleiter.
Zum Thema
Mit Veröffentlichung der neuen VDI-Richtlinie „Festigkeitsnachweis von Bauteilen aus thermoplastischen Kunststoffen – Festigkeitsnachweis gegenüber statischen Belastungen“ (VDI 2016, Blatt 1 & 2: 2025-08 [1]) steht erstmals ein industrieweit abgestimmtes Regelwerk zur rechnerischen Auslegung von Kunststoffbauteilen zur Verfügung. Damit wird ein bedeutender Schritt hin zu einer standardisierten, reproduzierbaren und sicheren Bewertung der mechanischen Bauteilfestigkeit vollzogen.
Das eintägige Update-Seminar vermittelt einen kompakten und praxisnahen Überblick über Inhalte, Konzepte und Anwendungsgrenzen der neuen Richtlinie. Zentrale werkstoffmechanische Grundlagen – wie z.B. das Konzept der lokalen Werkstofffestigkeit, die Behandlung von Mehraxialität und Zug-Druck-Asymmetrie über eine modifizierte Vergleichsspannungshypothese – werden verständlich erläutert und in den Kontext bestehender Berechnungsansätze eingeordnet. Besonderes Augenmerk liegt auf der praxisnahen Vermittlung der verschiedenen Nachweisverfahren der Richtlinie sowie deren sinnvollen Einsatz und ihren Grenzen.
Inhalte
Die folgenden Inhalte werden innerhalb der eintägigen Veranstaltung behandelt:
Vorstellung der Richtlinie
• Ziel und Aufbau der Richtlinie
• Anwendungsbereich und Einschränkungen
• Einordnung zum bestehenden Nachweisverfahren nach [2]
In der Richtlinie verwendete Konzepte und werkstoffmechanische Grundlagen
• Konzept der lokalen Werkstofffestigkeit
• Behandlung von Mehraxialität und Zug-Druck-Asymmetrie
• Modifizierte Vergleichsspannungshypothese
• Technische und wahre Spannung
• Dehnungs- vs. spannungsbezogene Auslegung
• Sicherheitskonzept
Materialbeschreibung
• Werkstoffdatenbeschaffung und -generierung
• Behandlung isotroper und anisotroper Werkstoffe
• Behandlung kurzzeitiger, mehrmaliger, langzeitiger Beanspruchung
Nachweisverfahren der Richtlinie
• Verfahren A: Nachweis auf Basis von spezifischen Spannungs-Grenzwerten
• Verfahren B: Nachweis auf Basis von pauschalen Spannungs-Grenzwerten
• Verfahren C: Nachweis auf Basis von pauschalen Dehnungs-Grenzwerten
• Durchgerechnete Anwendungsbeispiele und Vergleich der Verfahren
• Softwareunterstützter Nachweis mit S-Life und MatScape
Zum Seminar
Das Update-Seminar richtet sich an Anwender, die bereits mit der Festigkeitsbewertung von Kunststoffbauteilen befasst sind und ihre Vorgehensweise dem aktuellen Stand der Technik anpassen möchten. Aufbauend auf etablierten Methoden des rechnerischen Festigkeitsnachweises, werden die neuen Richtlinienkonzepte praxisnah erläutert und systematisch mit bestehenden Verfahren verglichen.
Neben der Vorstellung der verschiedenen in der Richtlinie definierten Nachweisverfahren (A, B und C) stehen deren Einsatzgrenzen sowie typische Anwendungsfälle im Fokus. Rechenbeispiele verdeutlichen die Umsetzung im Ingenieuralltag und ermöglichen einen direkten Vergleich der Verfahren. Darüber hinaus wird gezeigt, wie der Nachweis softwaregestützt mit S-Life und MatScape durchgeführt werden kann.
Das Seminar ist softwareunabhängig konzipiert. Die vorgestellten Methoden und Konzepte sind grundsätzlich auf unterschiedliche Simulationsumgebungen übertragbar und lassen sich mit den im Unternehmen verfügbaren „Bordmitteln“ anwenden.
Bisherige Teilnehmer sagen
Die in der Veranstaltung vorgestellte Vorgehensweise zum Festigkeitsnachweis von Kunststoffbauteilen findet in unserem Unternehmen bereits erfolgreich Anwendung. Wir haben eine sehr gute Korrelation zwischen berechneter und gemessener Festigkeit für langzeitige und kurzzeitige Belastung bestätigen können.
Unser Mitarbeiter war sehr angetan von der gut strukturierten und kompakten Veranstaltung. Wir haben sehr viel praxisnahes Wissen mitnehmen können.
Das Seminar hat uns in komprimierter Form einen Überblick über den Stand der Technik gegeben. Wir werden einige der vorgestellten Verfahren in unserer CAE-Prozesskette umsetzen.
Der gesamte Auftritt war sehr überzeugend und kompetent. Das Seminar war tatsächlich richtiggehend spannend.


